5. Juni 2018

Warum Sonne, Wasser und Wind auch ökonomisch unschlagbar sind

Mehr erneuerbare Energie aus Sonne, Wasser und Wind – weniger Einsatz von Kohle, Öl und Diesel: das ist das eindeutige Ergebnis des BDEW-Energiemonitors 2018. Die aktuelle Umfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) zeigt außerdem, dass die große Mehrheit der Befragten (93 Prozent) die Energiewende für wichtig oder sehr wichtig hält, aber 58 Prozent »meinen, der Ausbau Erneuerbarer Energien gehe zu langsam voran«.

Soll wieder Fahrt aufnehmen: die Energiewende. Laut „Energiemonitor 2018“ geht den Bürgern der Ausbau Erneuerbarer Energien zu langsam voran. (Fotocollage: 7×7)

Wenn es um den zukünftigen Einsatz von Energieträgern geht, fällt das Meinungsbild eindeutig zugunsten der Erneuerbaren Energien aus: Sonnenenergie (85 Prozent), Wasserkraft (71 Prozent) und Offshore Windkraft (60 Prozent) sollten nach Meinung der Bürgerinnen und Bürger zukünftig vermehrt zum Einsatz kommen (s. Grafik). Weniger eingesetzt werden sollten hingegen die fossilen Brennstoffe: »Insbesondere bei der Kohle sprechen sich inzwischen 85 Prozent der Befragten für einen geringeren Einsatz aus«, heißt es im Energiemonitor.

Erneuerbare Energien: gut für Deutschland

Die Befragten sollten auch angeben, ob sie persönlich die Energiewende für den Wirtschaftsstandort Deutschland als vorteilhaft oder nachteilig ansehen. 62 Prozent sind der Ansicht, die Energiewende habe hier vorteilhafte Auswirkungen.

Die Erneuerbaren Energien gelten übrigens in der landläufigen Meinung immer noch vielfach als teuer, wie ecoreporter.de berichtet: »Von der BILD bis zur Lokalzeitung – oft wird der ständig steigende Strompreis den sauberen Energien in die Schuhe geschoben. Dabei sind die Fakten leicht zu recherchieren, und sie belegen das Gegenteil: Es gibt keine neuen Kraftwerke, die billiger Strom produzieren als die Erneuerbaren.«

Grüner Strom zu teuer? Ganz im Gegenteil!

So habe die Bundesnetzagentur in diesem Jahr mehrfach Zahlen veröffentlicht, zu welchen Strompreisen sich die Betreiber von Solar- und Windkraftwerken verpflichtet haben: »Sonnenstrom wollen sie, so ein Ergebnis einer amtlichen Ausschreibung aus Februar 2018, für 3,86 bis 4,59 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ins Netz einspeisen.« Der private Stromverbraucher bezahle für den Strom aber 30 Cent, also etwa das Siebenfache: »Den Rest heimsen die Betreiber der Stromnetze, das Finanzamt und andere ein.«

Quellen: unendlich-viel-energie.de und bdew.de (Energiereport 2018), ecoreporter.de

Wer sich über die Möglichkeiten einer aktiven Teilhabe an der Energiewende informieren möchte: Hier auf fairzinsung.com findet er Antworten auf häufig gestellte Fragen u. a. zu den ökologischen und ökonomischen Vorteilen der Solarenergie.