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Verstehen Sie Crowd?

Crowd

„Crowdfunding“ beschreibt eine Finanzierungsform, die es vielen Menschen ermöglicht, bereits mit kleinen Beträgen zu investieren oder zu unterstützen. Im März 2011 wurde er erstmals in der deutschsprachigen Wikipedia erwähnt, also vor exakt sechs Jahren. Es gibt drei gängige Arten von Crowdfunding:

  1. Crowdfunding (spenden- oder gegenleistungsbasiert): Das klassische Crowdfunding beschreibt eine Art (Vor)Finanzierung eines Produkts, Projekts, Unternehmens oder einer Idee durch viele Menschen. Entweder wird das Geld gespendet oder man bekommt dafür eine nichtmonetäre Gegenleistung wie z.B. eine CD oder ein Buch. Somit kann man zwischen „spendenbasiertem“ und „gegenleistungsbasiertem“ Crowdfunding unterscheiden.
  2. Crowdlending (kreditbasiert): Wenn viele Menschen einem Unternehmen („Peer-to-business-Lending“) oder einer Privatperson („Peer-to-peer-Lending“) Geld leihen und den Betrag zu einem späteren Zeitpunkt meist mit Zinsen wieder zurückbekommen, wird von Crowdlending gesprochen. Die Unternehmen oder Privatpersonen müssen somit kein Darlehen bei der Bank aufnehmen oder können auf diesem Weg noch zusätzliches Geld aufnehmen. Crowdlending wird auch als „kreditbasiertes Crowdfunding“ bezeichnet.
  3. Crowdinvesting (meist beteiligungsbasiert): Hierbei investiert man nicht in ein Projekt oder eine Idee, sondern in ein Unternehmen. Meist erwerben hierbei viele Menschen Unternehmensanteile mit Gewinnbeteiligung oder zeichnen ein partiarisches (= gewinnabhängigen) Nachrangdarlehen. Üblich ist dies insbesondere bei Start-ups mit skalierbaren Geschäftsmodellen bzw. großen Wachstumspotentialen. Alternativ werden auch festverzinsliche Nachrangdarlehen angeboten, wie das bei fairzinsung der Fall ist. Da es sich hierbei um Risikokapital handelt, kann das Investment einen Totalverlust zur Folge haben.

Nicht alle Crowdfunding-Projekte und -Plattformen lassen sich eindeutig einem Modell zuordnen. Aufsichtsrechtlich liegt das Augenmerk der Bundesanstalt für Finanzdienst­­leistungsaufsicht (BaFin) auf dem Crowdlending und dem Crowdinvesting. Dabei hängt es von der konkreten Ausgestaltung im Einzelfall ab, welche aufsichtsrechtlichen Vorschriften zu beachten sind.

Bei fairzinsung bieten wir aktuell mit dem Energiezins I. ein Crowdinvestment über ein festverzinstes Nachrangdarlehen an. Das ermöglicht allen Beteiligten bereits im Vorfeld, die zu erwartende Zinshöhe exakt zu errechnen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Crowdfunding als Überbegriff für in aller Regel internetbasierte Finanzierungsformen zu verstehen ist. Während beim klassischen Crowdfunding häufig kleinere Beträge von 2.000 bis 20.000 Euro benötigt werden, geht es bei Crowdlending und Crowdinvesting meist um sechs- bis siebenstellige Summen. Alle Formen des Crowdfundings haben ihre Berechtigung, dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken und Zielen.