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Abgangsentschädigung

Vertraglich vereinbarte Zahlung des Anlegers für den Fall der vorzeitigen Auflösung der Beteiligung, die der Deckung der Vertrags- und Verwaltungskosten dient und von der Höhe der Beteiligungssumme abhängig ist.

Abgeld

Auch Disagio. Darunter versteht man im Allgemeinen den Unterschied zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers bzw. einer Vermögensanlage und seinem darunterliegenden Ausgabekurs.

Abschlagsdividende

Auch Zwischen- und Interimsdividende. Dividende, die für einen Zeitraum ausgeschüttet wird, der kürzer als das Geschäftsjahr ist. So kann die Dividendenzahlung viertel- oder halbjährlich erfolgen.

Abschlussprüfer

Vereidigter Experte, der qualifiziert und allein berechtigt ist, die Jahresabschlüsse mittelgroßer und großer Kapitalgesellschaften zu prüfen. Dabei achtet der Abschlussprüfer auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung/ des Gesellschaftsvertrages. Geprüft wird weiterhin die Übereinstimmung von Lagebericht und Jahresabschluss und ob die Vorstellungen von der Geschäftslage richtig sind. Der Abschlussprüfer stellt ein Testat aus.

Abschlussvermittlung

Anschaffung und Veräußerung von Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten oder Derivaten im fremden Namen für fremde Rechnung.

Abzinsungspapier

Wertpapier, bei dem beim Erwerb die für die gesamte Laufzeit zu entrichtenden Zinsen vom zu zahlenden Preis abgezogen werden. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung dann zu 100 % des Nennwertes. Die Verzinsung entspricht somit der Differenz zwischen Erwerbspreis und Nennwert.

Act. / 360

Zinsberechnungsmethode, wobei ein Jahr mit 360 Tagen berücksichtigt wird.

Act. / Act.

Zinsberechnungsmethode bei der die Zinsen taggenau berechnet werden, wobei die tatsächliche Anzahl von Tagen zugrunde gelegt wird.

Ad hoc-Meldungen

Emittenten von Wertpapieren, die zum Handel an einer inländischen Börse zugelassen sind, müssen unverzüglich eine Neuigkeit publizieren, wenn sie sich auf die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirkt und geeignet ist, die Börsenpreise der Wertpapiere erheblich zu beeinflussen. Ad hoc-Meldungen sollen eine gleichmäßige und gleichzeitige Information aller Marktteilnehmer sicherstellen.

Agio

Ausgabeaufschlag. Bei Ausgabe von Beteiligungen wird regelmäßig ein verlorener, nicht von der Emittentin rückzahlbarer Ausgabeaufschlag abhängig von der Zeichnungssumme erhoben. Es handelt sich um eine Gebühr, die der Anleger beim Erwerb der Beteiligung zur Deckung der Kosten zahlt, die beim Absatz der Beteiligung entstehen.

Aktie

Wertpapier, das ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Man unterscheidet zwischen Stammaktien, die dem Besitzer ein Stimmrecht in der Hauptversammlung zusichern, Vorzugsaktien, die zwar eine höhere Dividende ausschütten, dafür aber kein Stimmrecht in der Hauptversammlung gewähren. Darüber hinaus unterscheidet man Inhaberaktien, Namensaktien, Stückaktien

Aktienanzahl

Bezeichnet die Summe der ausgegebenen Aktien eines Unternehmens.

Aktienbuch

Im Aktienbuch werden die emittierten Namensaktien und Zwischenscheine unter Angabe des Inhabers nach Namen, Wohnsitz und Beruf eingetragen.

Aktienfonds

Fonds, der sich zum Großteil aus Aktien zusammensetzt.

Aktiengattungen

Darunter versteht man die mit unterschiedlichen Rechten ausgestatteten Aktien. Man unterscheidet Stammaktien (mit Stimmrecht), Inhaberaktien, Namensaktien und Vorzugsaktien (ohne Stimmrecht).

Aktiengesellschaft (AG)

Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, für deren Verbindlichkeiten nur das Gesellschaftsvermögen haftet. Zur Gründung ist ein Grundkapital in Höhe von Euro 50.000,- erforderlich, welches in Aktien zerlegt ist. In Deutschland beträgt der Nennwert einer Aktie mindestens Euro 1,-. Organe der Aktiengesellschaft sind Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat.

Aktienkapital

Höhe des Kapitals, das eine Aktiengesellschaft durch die Emission von Aktien aufbringt.

Aktienoption

Ist das Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen oder zu verkaufen.

Aktionär

Eigentümer von Aktien einer Aktiengesellschaft und damit Gesellschafter bzw. Miteigentümer des Unternehmens. Aktionäre haben das Recht, den Aufsichtsrat zu wählen, welcher den Vorstand bestellt. Des Weiteren haben sie das Recht in der Hauptversammlung über für das Unternehmen wichtige Fragen abzustimmen, insbesondere über Entlastung von Vorstand/Aufsichtsrat und die Verwendung des Kapitals.

Altaktionär

Anteilseigner einer Aktiengesellschaft, die vor Veränderung der Aktionärsstruktur durch Neuemission oder Kapitalerhöhungen bereits Aktien des Unternehmens gehalten haben.

Amortisation

Planmäßige Tilgung einer Schuld.

Amtliche Notierung

Kursnotierung der zum amtlichen Handel zugelassenen Wertpapiere. Wertpapiere müssen für die Zulassung zum amtlichen Handel bestimmte Kriterien erfüllen, wie die Veröffentlichung eines Börsenprospektes oder die regelmäßige Veröffentlichung der Bilanz. Die Festsetzung des Kurses erfolgt während der Handelszeit durch Kursmakler und wird im amtlichen Kursblatt der Börse bzw. auch in der Tagespresse oder anderen Medien veröffentlicht.

Amtlicher Handel

Frühere Bezeichnung des Amtlichen Marktes.

 

Amtlicher Markt

Ist die höchste Kategorie der verschiedenen Marktsegmente des deutschen Börsenhandels. Daher bestehen strenge Zulassungsvoraussetzungen, wie die Veröffentlichung eines Zulassungsprospektes, mit Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnung für mindestens drei Jahre. Es müssen mindestens 10.000 Aktien ausgegeben werden und die Streuung der Aktien des Unternehmens im Publikum muss mindestens zu 25 % erfolgen. Die im amtlichen Handel notierten Unternehmen haben sich verpflichtet, jährlich ihre Bilanz zu veröffentlichen und darüber hinaus Zwischenberichte zu erstatten.

Anlageberatung

Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird.

Anlagedauer

Zeitraum, in welchem die Mittel am Kapitalmarkt bzw. in einem Unternehmen angelegt werden.

Anlagenvermittlung

Vermittlung oder Nachweis von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Wertpapieren oder Vermögensanlagen. In Deutschland unterliegen die entsprechenden Dienstleister der Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Anleger

Kapitalanleger oder Investor. Er legt sein Geld am Kapitalmarkt in Wertpapiere oder Vermögensanlagen an. Man unterscheidet private und institutionelle Anleger.

Anleihe

Englisch Bond. Sammelbezeichnung für alle Schuldverschreibungen mit bestimmter, fester oder variabler Verzinsung und fester, meist längerer Laufzeit sowie vereinbarter Tilgung. Eine Anleihe stellt eine Kreditaufnahme am Kapitalmarkt dar.

Anleihebedingungen

Schriftstück, indem die Ausstattungsmerkmale einer Anleihe niedergeschrieben sind. Insbesondere finden sich dort Angaben zur Art und Höhe des Zinssatzes, Tilgung, Laufzeit, Höhe des ausstehenden Gesamtbetrags und Stückelung.

Asset

Englische Bezeichnung für den Begriff Vermögenswert. Zu den Assets gehören zum Beispiel Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Immobilien.

Asset Backet Finanzierung

Bezeichnung für eine Unternehmensfinanzierung in Form von Forderungsverkauf. Die Forderungen des Unternehmens werden an eine, speziell für diesen Zweck gegründete, Finanzierungsgesellschaft verkauft.

Asset-Klassen

Unter dem Begriff Asset-Klassen versteht man eine Gruppe von Vermögenswerten mit ähnlicher oder identischer Risiko-Rendite-Kombination.

Beispiele für Asset-Klassen:

Cash (Termingelder, Geldmarktpapiere bis 12 Monate Laufzeit)
Festverzinsliche Wertpapiere (ab 12 Monaten Laufzeit)
Aktien
Immobilien
Edelmetalle
Stapelgüter (Weizen, Öl, Kohl etc.)

Call-Option

Kaufoption. Der Käufer hat das Recht, aber nicht die Pflicht hat, innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder an einem bestimmten Zeitpunkt einen bestimmten Basiswert (z.B. Aktien) zu einem im Voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis) in einer im Voraus festgelegten Menge zu kaufen.

Crowdfunding

Crowdfunding [kɹaʊdˈfʌndiŋ] oder seltener Schwarmfinanzierung ist eine Art der Finanzierung. Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich ProjekteProdukte, die Umsetzung von Geschäftsideen und vieles andere mit Eigenkapital, zumeist in Form von stillen Beteiligungen, versorgen. Eine so finanzierte Unternehmung und ihr Ablauf werden auch als eine Aktion bezeichnet. Ihre Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen – in aller Regel bestehend aus Internetnutzern, da zum Crowdfunding meist im World Wide Web aufgerufen wird.

Historisch gesehen ist Crowdfunding ein relativ junger Begriff, der erst seit einigen Jahren verstärkt eingesetzt wird. Deutlich erkennbar ist, dass ab 2006 die Verwendung der Bezeichnung Crowdfunding stark zunimmt. Zur gleichen Zeit wurde von Jeff Howe der Begriff des Crowdsourcing geprägt. Einige Jahre später erarbeitete er auch erste Ansätze für eine Definition des Begriffs Crowdfunding, angelehnt an Crowdsourcing.

Das Wort setzt sich aus den englischen Wörtern crowd ‚Menge, Menschenmasse‘ und funding ‚Finanzierung‘ zusammen. Als Verdeutschung wird gelegentlich Schwarmfinanzierung verwendet. Mit der Herkunft dieser Eindeutschung beschäftigte sich im März 2013 der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch im Sprachlog in den Beiträgen And the Winner is: Crowdfunding![1] und Sprachschmuggler in der Wikipedia?[2] Dabei ergaben seine Recherchen, dass dieser Begriff seinen Ursprung in einem am 23. März 2011 erfolgten Eintrag im Artikel Crowdfunding der deutschsprachigen Wikipedia habe.

Quelle: wikipedia.org

 

Genussrechte/-scheine - Erläuterung

Die Ausgabe von Genussrechten zur Unternehmensfinanzierung ist in Deutschland bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gängig, womit es sich bei ihnen um ein traditionsreiches Finanzierungsinstrument handelt. Generell sind Genussrechte sog. Gläubigerrechte, die auf einen Nominalwert (Nennbetrag) lauten und mit einem Gewinnanspruch verbunden sind. Die Einzelheiten der Gläubigerrechte (Beteiligungsverhältnisses) sind in den sog. Genussrechtsbedingungen geregelt. Gesellschaftsrechtliche Mitwirkungsrechte, wie etwa die Teilnahme an der Gesellschafterversammlung und Stimmrechte, gewähren Genussrechte üblicherweise nicht.

Die Einzelheiten der Genussrechtsbedingungen werden vom Emittenten frei gestaltet. Das Angebot zur Zeichnung von Genussrechten bzw. Genussscheinen gegenüber einem breiten Publikum, sind die sich aus den Genussrechtsbedingungen ergebenden Rechte und Pflichten der Anleger in einem Verkaufsprospekt / Emissionsprospekt zu beschreiben. Der Prospekt ist bei der BaFin zu hinterlegen.



Quelle: www.gk-law.de

Emittentensteckbrief - Merkmale von Genussrechten

  • Genussrechte können als Wertpapiere, sog. Genussscheine oder unverbriefte Genussrechte ausgegeben werden. Ihre Ausstattung richtet sich nach den jeweiligen Genussrechtsbedingungen.
  • Abhängig vom Inhalt dieser Bedingungen kommen Genussrechte ihrem Charakter nach mehr einem verzinslichen Wertpapier oder mehr einer Aktie nahe, auch Mischformen sind ohne weiteres möglich.
  • Generell handelt es sich um Gläubigerrechte, die auf einen festen Nennbetrag lauten und mit einem Zins- bzw. Gewinnanspruch verbunden sind.
  • Gesellschaftsrechtliche Mitwirkungsrechte, wie etwa die Teilnahme an der Gesellschafterversammlung und Stimmrechte, gewähren Genussrechte nicht.
  • Eine mögliche Beteiligung am laufenden Gewinn und Verlust, eine Nachrangabrede sowie längere Laufzeiten rücken den Genussschein in die Nähe zum haftenden Eigenkapital (sog. Eigenkapitalersatz).
  • Da Genussrechte rein schuldrechtliche Vermögensrechte sind, können sie sowohl von Kapitalgesellschaften als auch von Personengesellschaften in unbegrenzter Höhe eingesetzt werden.
  • Ausschüttungen auf Genussrechte zählen in der Regel zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben.
 
Quelle: www.gk-law.de